Der Name Anti-Bias kommt aus der engli­schen Sprache.
Anti bedeu­tet: dagegen sein.
Bias bedeu­tet: unfaire Meinung oder Ungerech­tig­keit.
Anti-Bias bedeu­tet:
Gegen unfaire Meinun­gen sein.
Oder gegen Ungerech­tig­keit sein.

Ziel von Anti-Bias ist
eine Welt ohne Diskri­mi­nie­rung.
Diskri­mi­nie­rung bedeu­tet Ungleich­be­hand­lung.
Wenn Menschen ungerecht oder ungleich behan­delt werden,
ist das eine Diskri­mi­nie­rung.

Manche Menschen werden diskri­mi­niert,
weil sie alt sind.
Oder weil sie zu jung sind.
Oder weil sie eine Frau sind.
Oder weil sie schwul sind.
Oder weil sie nicht gut deutsch sprechen.
Es gibt noch viel mehr Gründe.
Jede Diskri­mi­nie­rung ist ungerecht.

Wir denken:
Alle Menschen wurden schon mal diskri­mi­niert.
Und alle Menschen haben schon mal diskri­mi­niert.
Manch­mal merke ich nicht,
dass ich einen anderen Menschen diskri­mi­niere.
Das will ich ändern.
Manch­mal merken andere Menschen nicht,
dass sie mich diskri­mi­nie­ren.
Ich will, dass sie das ändern.
Oder lernen, was ich machen kann.

Es gibt auch viele Gesetze, die ungerecht sind.
Und es gibt Gebäude, in die manche nicht hinein­kom­men.
Denn oft fehlen Aufzüge für Menschen,
die nicht so gut Treppen steigen können.
Wir überle­gen dann, ob wir das ändern können.

Wir treffen uns mit vielen Gruppen
und sprechen darüber.
Die Treffen dauern 2 oder 3 Tage.
Bei den Treffen machen wir Übungen und Spiele.
Nach jeder Übung sprechen wir mitein­an­der.

Wir reden dabei über unsere Gefühle und Gedan­ken.
Wenn ich den anderen zuhöre, lerne ich von ihnen.
Wenn ich anderen von mir erzähle, lernen sie von mir.
Wir lernen zusam­men.
Wir überle­gen zusam­men, wie sich Diskri­mi­nie­rung anfühlt.
Und was wir gegen Diskri­mi­nie­rung machen können.

(Dank an Holger von der Anti-Bias-Werkstatt
für diesen Text.)